>> Medical Training mit Hunden: so geht’s <<

Viele Hunde welche sich im Alltag vor nichts fürchten werden beim Tierarzt zum kleinen (oder großen) Angsthasen. Doch das muss nicht sein, denn Hunde kann man, genau so wie Katzen auf einen entspannten Tierarztbesuch vorbereiten.

>> Der Tierarztbesuch <<

Das Ganze gilt jetzt für jene Hunde, die noch nie beim Tierarzt waren, also Welpen, oder für jene Hunde, welche noch nie mit dem neuen Besitzer beim Tierarzt waren. Es geht also um den ersten gemeinsamen Tierarztbesuch eines Mensch-Hund-Teams.

Hierbei ist es wichtig, dass man nicht zum Tierarzt geht um tatsächlich eine Untersuchung durchzuführen, sondern viel mehr dafür, dass der Hund sich alles in Ruhe anschauen kann und positive Erfahrungen sammeln kann. Achtung: der erste Besuch beginnt bereits VOR dem Wartezimmer, denn bereits da kann der Hund Gerüche von anderen Tieren erkennen, welche vielleicht ängstlich waren. Die Angst der anderen Tiere kann sich durchaus auch auf Deinen Hund übertragen.

>> Der Tierarzttisch <<

Der Tisch beim Tierarzt ist meist der Ort, mit welchem die Hunde am meisten negative Sachen verknüpfen. Warum? Weil sie meist ohne Vorwarnung einfach rauf gehoben werden und dann beginnt sofort die Untersuchung. 

Mach das doch einmal ganz anders:

Übe mit Deinem Hund bereits zu Hause, dass er sich hochheben lässt. Vergiss dabei nicht, ein Kommando aufzubauen, damit Dein Hund weiß, dass er nun aufgehoben wird (gilt auch für sogenannte „Schoßhunde“, denn: kein Hund möchte einfach so hochgehoben werden).

Frag Deinen Tierarzt außerdem, ob der Tisch sich hinunter fahren lässt, denn dann kann Dein Hund auch selbst rauf springen.

Wenn es dann so weit ist und Dein auf dem Tisch ist, wird er nicht sofort untersucht, sondern er wird auf dem Tisch erstmal gestreichelt, ein wenig gefüttert, und vielleicht hat er Lust ein paar Tricks / Grundkommandos auszuführen. Wenn er das nämlich sogar am Tierarzttisch gerne macht weißt Du: er ist relativ entspannt und noch aufnahmefähig.

>> Das Wichtigste zuerst <<

Ganz wichtig ist, dass Du im Zuge des Medical Trainings Maulkorbtraining mit Deinem Hund machst. Warum fragst Du dich jetzt? 

Der freundlichste Hund kann, wenn er Schmerzen hat, zubeißen! Deshalb ist bei mir einer der ersten Parts im Medical Training immer das Maulkorbtraining. Normalerweise benötigst Du diesen natürlich nicht, wenn Du einfach für Routineuntersuchungen zum Tierarzt gehst, aber sollte Dein Hund einmal einen Unfall oder ähnliches haben, dann ist es super, wenn er den Maulkorb bereits positiv verknüpft denn so stresst ihn der Maulkorb nicht noch zusätzlich.

Mehr Infos zum Maulkorbtraining findest Du HIER

>> Untersuchungen üben <<

Noch wichtiger ist aber, dass Du Deinen Hund auf die einzelnen Untersuchungen vorbereitest. Dafür übst Du bereits zu Hause mit ihm, dass er sich überall stressfrei anfassen lässt. Nutze dafür am Besten das Clickertraining, würde ich Dir empfehlen. HIER findest Du ein kostenloses Infovideo dazu.

Du kannst Deinen Hund aber auch auf das Thema „Spritzen“ und andere Untersuchungen vorbereiten. Im Zuge des Medical Trainings kannst Du auch das Verband anlegen üben, das Krallen schneiden, und noch vieles mehr.

Ich habe ein E-Book geschrieben wo Du lernst, wie Du Deinen Hund an alles mögliche gewöhnst - darunter auch an das Medical Training. Es gibt verschiedene Pakete - klicke einfach jetzt auf „Alltagssicherer Hund“ und Du kannst Dir mehr Infos holen.

Ich habe noch diesen Buchtipp für Dich:

Medical Training für Hunde: Körperpflege und Tierarzt-Behandlungen vertrauensvoll meistern (einfach anklicken)

>> Eine wichtige Info für dich <<

Ignoriere die Angst Deines Hundes, falls er eine zeigt, auf gar keinen Fall. Es ist immer noch ein Irrglaube, dass man Angst verstärken kann. Wenn Du sie ignorierst wird die Angst in keinem Fall besser, sondern im Gegenteil: schlimmer!

Du solltest Dir vorab in jedem Fall Stressmanagementmaßnahmen für Deinen Hund überlegen, falls er gestresst sein sollte. Kauen und Schlecken kann Deinen Hund beruhigen, allerdings können viele Hunde nichts mehr annehmen wenn sie in ihrer Angst drin sind. Deshalb ist das Medical Training mit Hunden auch so wichtig.

Die Gastbloggerin ist Fear Free Animal Trainerin und spezialisiert in dem Bereich Medical Training mit Hund & Katze.

 

Über die Gastbloggerin:

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Ich bin Laura Gentile und ich bin dein Coach für Mensch & Tier. Als Coach für Katze, Hund, und die dazugehörigen Menschen biete ich Online Coaching und Coaching direkt in Kärnten an.